, Anne-Katrin Reinl

Racebericht IRONMAN 70.3 Marbella von Anne-Katrin Reinl

Racebericht: 70.3 IRONMAN Weltmeisterschaft – Marbella, 08.11.2025

Meine erste 70.3-WM – ein Tag, den ich definitiv nicht vergessen werde.


Die Vorbereitung war alles andere als ideal, deshalb wollte ich das Rennen in Marbella einfach genießen, die Stimmung aufsaugen und schauen, was der Körper an diesem letzten Saisonhighlight noch hergibt.

Schwimmen:
4:45 Uhr – der Wecker klingelte. Ich war überraschend ruhig und gleichzeitig voller Vorfreude auf den bevorstehenden Tag. Als wir am Start standen und die Sonne über dem Meer aufging, war klar: eine beeindruckendere Kulisse kann man sich für eine WM kaum wünschen. Gänsehaut pur.
Das Schwimmen fühlte sich gut an, auch wenn die Wellen ihren eigenen Plan hatten. 2.000 m wurden es am Ende, weil‘s so „schön“ war – ist ja bezahlt.

Radfahren:
Schon auf dem Weg zum ersten Anstieg konnte ich einige Plätze gutmachen.
Der Abschnitt nach Ojén bot endlose Serpentinen, spektakuläre Panoramablicke über die Berge und das Meer – ein echtes Highlight der Strecke.
Insgesamt brachte der Radkurs knapp 1.800 Höhenmeter mit sich.
Die Beine waren zwar nicht ganz so frisch wie bei der Testfahrt, und der Wind machte die Sache spannend: Mein Vorderrad war für diese Bedingungen… nennen wir es „optimistisch gewählt“. Die Böen kamen unberechenbar, bergab eher Survival-Modus, bergauf wieder Plätze zurückgeholt – das hat richtig viel Kraft gekostet.
Auf dem Rückweg änderte sich der Wind, die Sicherheit kam zurück, aber der Kurs blieb bis zum Schluss anspruchsvoll.

Laufen:
Der Halbmarathon war eine Wundertüte – ich hatte in der Vorbereitung kaum Kilometer gesammelt.
Die Strecke war dafür richtig schön abwechslungsreich: über Brücken, durch die Stadt, bis zum Leuchtturm. Die Zuschauer sorgten für eine großartige Stimmung und haben uns förmlich getragen. Ich konnte eine konstante Pace laufen – und der Fuß hat durchgehalten.
Die Finishline war der perfekte Abschluss: laut, emotional, einfach ein Moment zum Genießen.

Mit der Startnummer 202 am Ende Platz 22 in der Agegroup – wenn das kein Zeichen ist.
Ich habe viel gelernt, sehe noch Potenzial 😉 und bin vor allem unglaublich dankbar, dass ich bei dieser WM dabei sein durfte.

Vielen Dank an alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben – ohne euch wäre dieser Tag einfach nicht so einmalig geworden.